NATIONAL JOURNAL

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Ausgabe 336: 03. Dezember 2017

Doris von Sayn-Wittgenstein

"… doch dann die Rede von Doris von Sayn-Wittgenstein"
... und es war mit dem politischen Abschaum geschehen
"Ich möchte nicht, dass wir in dieser BRD-Gesellschaft ankommen, das ist nicht unsere Gesellschaft"

Nach dem schmerzhaften Wahlschlag der AfD gegen das Merkel-System sollte die Systembeauftragte Frauke Petry als Infiltrantin mit einem TV-inszenierten Parteiaustritt die zum Nationalen strebende Partei zerrütten. Aber es war ein Schlag ins Wasser, vielmehr half dieser verzeifelte Angriff des politischen Ab-schaums der AfD, auf Nationalkurs zu bleiben.
Gestern sollte auf dem AfD-Parteitag in Hannover der AfD-Landeschef von Berlin, Georg Pazderski, die nationale Ausrichtung der Partei als 2. Parteisprecher neben Dr. Jörg Meuthen künftig von innen torpedieren.
Georg Pazderski, wie Uwe Junge, gehören zum politischen Systemabschaum, sie sind beide als hohe Ex-Bundeswehroffiziere systemverpflichtet. Pazderski war im Nato-Führungsstab im Rang eines Obersten. Junge beendete seine BW-Karriere als Oberstleutnant. Beide Systemler versuchen, die Partei in Koalitionen mit dem System zu bringen, wo die AfD systemtransformiert werden soll. Das war das gesteckte Ziel der Systemler auf dem Parteitag.
Die von Meuthen, Gauland und Höcke angeführte nationale Mehrheitsbasis der Partei musste handeln, nachdem Gauland wegen Fraktionsauslastung nicht mehr an die Parteispitze wollte. Doch Meuthen als alleiniger Vorsitzender wurde von den Pazderski-Leuten verhindert, deshalb brachten offenbar Meuthen und Gauland mit einem Überraschungs-Coup die schleswig-holsteinische AfD-Landesvorsitzende, Doris Fürstin von Sayn-Wittgenstein, ins Rennen. Da diese vorher nicht als Kandidatin gemeldet war, musste sie sich kurz vor den Delegierten erklären. Sie wurde aufgefordert, "bitte geben Sie frühere Parteimitgliedschaften an", worauf sie zynisch-brilliant die BRD demaskierte: "Ja, da muss ich gestehen, dass ich Mitte der 1980er Jahre mal bei der CDU aktiv war. Aber nachdem ja der Bundesjustizminister, Herr Maas, gesagt hat, dass auch Mord nach fünf Jahren verjähren kann, hoffe ich, dass das Gremium mir diese Mitgliedschaft vergibt." Was dann folgte, wurde von den HEUTE-Nachrichten von Klaus Kleber gestern atemlos so kommentiert: "Es geht um viel. Wieder einmal stand deutsch-national gegen konservativ-liberal. … Zweiter Sprecher neben Meuthen sollte der als moderat geltende Berliner AfD-Chef Georg Pazderski werden, doch dann Auftritt Doris von Sayn-Wittgenstein. Mit einer Rede um deutsche Identität und Distanz zu den sogenannten anderen begeistert sie die Delegierten."
In der Tat, die Fürstin festigte mit ihrer an das Gemüt der Delegierten gerichteten Rede die nationale Richtung der Partei so: "Die Lucke-Partei erschien mir nicht vielversprechend. Seit die Partei allerdings eine mehr patriotische Richtung eingenommen hat, habe ich mich für diese Partei engagiert … Ich wünsche nicht, dass ich Koalitionsgespräche anbieten muss, sondern dass die anderen uns um Koalitionsgespräche betteln. Ich möchte nicht, dass wir in dieser sogenannten Gesellschaft ankommen. Das ist nicht unsere Gesellschaft … Ich vertrete eindeutig die Idee des Nationalstaates … ich fühle deutsch. Ich erkenne aber auch, dass wir mit anderen Nationen in Frieden leben müssen, und da erscheint mir unser Verhältnis zu Russland sehr wichtig und wir müssen sehen, dass wir mit Russland zu einem Einvernehmen kommen nach der Bismarck'schen Maxime."
Frau von Sayn-Wittgenstein hatte bereits den Systemling Jörg Nobis als Landesvorsitzenden von Schleswig-Holstein im Juli klar besiegt. Den Sieg über Merkel-Nobis kommentierte die SHZ (10.07.17) so: "Ab 2013 hatte Doris von Sayn-Wittgenstein die Entwicklung der AfD 'interessiert' verfolgt. Nie etwas anfangen konnte sie mit Parteigründer Bernd Lucke, zu dessen Anhängern Nobis gezählt wird. Erst als die Zeit Luckes abgelaufen war und große Teile seiner Gefolgsleute die AfD verlassen hatten, fand Sayn-Wittgenstein in der AfD eine politische Heimat."
Der Vertreter des politischen Abschaums in der AfD, Uwe Junge, der keine afghanischen Parasiten abschieben will, hoffte bis zuletzt, dass die Merkel-Linie mit Pazderski in die Parteiführung kommen würde. Junge gestern bei Phoenix: "Wir müssen natürlich koalieren, wenn wir etwas erreichen wollen. Und da bin ich ganz bei Georg Pazderski. … Ich denke, dass die Partei sich besinnen wird und Frau Sayn-Wittgenstein wird vermutlich bei der nächsten Runde zurückziehen … Ich Hoffe für Georg Pazderski, dass er sich durchsetzt, und dass er seine strategischen und auch seine realpolitischen Fähigkeiten auch tatsächlich für die Partei umsetzen kann." Da Frau von Sayn-Wittgenstein und Favorit Pazerski knapp die absolute Mehrheit verfehlten, trat Alexander Gauland erneut an und wurde für seine nationale Ausrichtung überwältigend an die Spitze gewählt. ZDF-Berichterstatter Andreas Weise lakonisch: "Eine Klatsche für den Berliner AfD-Chef."